Hast Du schon gewusst, dass manche Papageien 50 und mehr Jahre alt werden können? Wissen

Eine ganz besondere Aktion läuft im wunderbaren Allwetterzoo Münster noch bis zum Ende der Weihnachtsferien, also bis zum 8. Januar 2017: Die Besucher dürfen den Preis, den sie für den Eintritt bezahlen, selbst bestimmen! Auch an Heiligabend, Weihnachten, Silvester und Neujahr ist der Zoo geöffnet. "Wir freuen uns über alle, die uns besuchen im Rahmen von >Zahl, was Du willst<", so Zoodirektor Dr. Thomas Wilms, den Du auf diesem Foto siehst. Er ist übrigens auch Mit-Autor der Bände "Entdecke die Tiger" und "Entdecke die Menschenaffen. Gorilla, Orang-Utan & Co", die im Jahr 2017 erscheinen werden.

Mehr über die schöne Stadt Münster erfährst Du übrigens in "Entdecke Münster"!

Noch bis 8. Januar 2017 lädt Zoodirektor Dr. Thomas Wilms ein, den Allwetterzoo zu besuchen und dafür zu bezahlen, was man möchte.

 

SchneckeWenn Menschen technische Lösungen entwickeln wollen, schauen sie immer häufiger zuerst einmal genau in der Natur hin. Denn sehr häufig gibt es dort schon eine Strategie, von der sich Wissenschaftler für ihr eigenes Projekt etwas abschauen können.

Genau das passiert gerade bei Klebstoffen. In einem Forschungsprojekt der Europäischen Union untersuchen Wissenschaftler Klebstoffe, die verschiedenste Tiere einsetzen, von Salamandern über höhlenlebende Insekten und Zwergtintenfische bis hin zu Schnecken. Jeder dieser Klebstoffe ist anders und wird zu einem anderen Zweck eingesetzt. Beispielsweise kleistert ein nordamerikanischer Salamander in Sekundenschnelle einer angreifenden Schlange das Maul zu. Manche Insekten dagegen können kopfüber selbst an nassen und schmutzigen Flächen laufen. Einer der beteiligten Experten, Norbert Cyran, stellte fest: „Trotz der Vielzahl der Tiere und ihrer Klebstoffe, die wir in den letzten Jahren gesammelt und untersucht haben, haben wir nie zwei ähnliche Systeme gefunden. Jeder Klebstoff ist in seiner Zusammensetzung und Verwendung einzigartig.“

Die Forscher hoffen, solche Klebstoffe nachbauen zu können – für ganz unterschiedliche Einsatzgebiete: beispielsweise bei der Wundheilung, bei Lebensmitteln, in der Kosmetik oder der Holzindustrie.

 

Mehr über solche genialen technischen Lösungen findest Du im Band „Entdecke die Bionik“! 

Jedes Jahr wählen Tier-Fachverbände bestimmte Arten als „Tier des Jahres“ aus. Damit wollen sie meist darauf hinweisen, dass die betreffende Art und ihr Lebensraum bedroht sind. Auf diese Weise soll die Aufmerksamkeit auf die Tiere und ihre Biotope gelenkt werden, in der Hoffnung, dass sich dann mehr Menschen für ihren Schutz einsetzen.

 

Zum „Reptil des Jahres 2017“ wurde schon jetzt die Blindschleiche gekürt. Ihr Name täuscht, denn dieses Tier besitzt Augen und kann sehr wohl sehen, ist also keineswegs blind. Im Althochdeutschen, einer Sprache, die unsere Vorfahren vor rund 1 000 Jahren benutzten, bedeutete „plint“ so viel wie „glänzend“. Der Name bezieht sich also gar nicht auf die Augen, sondern auf die glänzende Schuppenhaut.

Auf den ersten Blick könntest Du glauben, es handle sich um eine Schlange. Tatsächlich aber ist die Blindschleiche eine beinlose, etwa 20 bis 40 Zentimeter lange Echse, die wie Eidechsen sogar ihren Schwanz abwerfen kann, um Fressfeinde abzulenken. Sie besiedelt am liebsten lichte Wälder und Waldränder, an denen der Boden feucht ist und es viele Stellen zum Sonnen sowie viele Verstecke gibt. Auch Heide, Brachflächen, Parks und andere Lebensräume bewohnt sie. Dort geht sie auf die Jagd nach Regenwürmern, Insekten, Nacktschnecken, Spinnen und anderen Wirbellosen.

Den Winter verbringen die Tiere in frostsicheren Verstecken im Boden. Im Sommer bringen die Weibchen rund zehn Junge zur Welt.

Leider ist die Blindschleiche nicht sehr gut erforscht. Vieles, was zu ihrem Schutz nötig wäre, wissen wir noch nicht. Fest steht jedoch, dass der zunehmende Bau von Siedlungen und Straßen ihre Bestände gefährdet.

 

Mehr über die Blindschleiche und andere Reptilien erfährst Du im Band „Entdecke die Reptilien“.

 

Wusstest Du schon, dass es Kolibris nur in Amerika gibt, nirgendwo sonst auf der Welt? Der amerikanische Kontinent besteht eigentlich aus zwei Teilen, Nord- und Südamerika. Auf beiden Teilen leben Kolibris und besiedeln damit ganz verschiedene Landschaften: Halbwüsten, hohe Gebirge und sogar das kalte Alaska. Die meisten Kolibris aber findet man in den tropischen Regenwäldern in der Nähe des Äquators. In den südamerikanischen Ländern Kolumbien, Ecuador und im Norden von Peru findet man über 160 verschiedene Arten, das ist fast die Hälfte der etwa 330 bis 340 Arten weltweit!

Im Winter gibt es schon mal Probleme mit Glatteis. Dann fahren die Streusalzwagen aus, um für freie Fahrt zu sorgen und Unfälle zu verhindern. Das Salz taut nämlich Eis und festgefahrenen Schnee weg. Auch auf Gehwegen wird dieses spezielle Salz reichlich verwendet, damit Fußgänger nicht ausrutschen. Spätestens beim nächsten Regen wird das Salz jedoch weggeschwemmt und gelangt zum Beispiel in Teiche und Tümpel, in denen Amphibien ihre Eier ablegen. Und dort könnte es zu ziemlichen Problemen führen, wie Wissenschaftler gerade bei Versuchen mit Kaulquappen von Laubfröschen herausgefunden haben. Es führte nämlich dazu, dass sich weniger Weibchen entwickelten - und diese waren auch noch kleiner als normal. Wahrscheinlich betrifft das nicht nur Laubfrösche, sondern auch andere Amphibien. Wenn es aber weniger Weibchen gibt, die auch noch weniger Eier legen, weil sie kleiner sind, dann könnte das auf lange Sicht dazu führen, dass es immer weniger Frösche gibt. Besser ist es daher, beispielsweise mit Sand oder Split zu streuen.

Mehr über die spannende Welt von Frosch, Kröte, Salamander & Co erfährst Du im Band "Entdecke die Amphibien".

Was glaubst Du, welches Wirbeltier wird am ältesten? Vielleicht fallen Dir spontan Tiere wie Papageien oder Schildkröten ein, die dafür bekannt sind, dass sie sehr alt werden können. Jetzt aber haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sie alle noch übertrumpft werden von einer Tierart, die den absoluten Weltrekord hält: dem Grönlandhai. Diese bis zu über fünf Meter langen Tiere schwimmen nur sehr langsam und halten sich am liebsten in Wasser auf, das eisige sechs Grad Celsius kalt ist. Ihr behaglicher Lebensstil und die niedrigen Temperaturen könnten dafür verantwortlich sein, dass Grönlandhaie so alt werden. Forscher entdeckten nun ein Exemplar, dessen Alter sie anhand wissenschaftlicher Methoden auf 392 Jahre schätzen! Dieser Hai wäre dann also im Jahr 1624 geboren worden, im Zeitalter des Barock und mitten im Dreißigjährigen Krieg. 

Wie ihre ganze Lebensweise, so erfolgt auch das Wachstum der Grönlandhaie nur sehr langsam: Lediglich einen Zentimeter pro Jahr legen die Tiere zu, und erst mit rund 150 Jahren bekommen sie das erste Mal Junge. Man könnte also sagen: In der Ruhe liegt die Kraft!

Alles über Haie erfährst Du im Band "Entdecke die Haie" des berühmten Hai-Forschers Erich Ritter.

Vielleicht habt Ihr zu Hause ja auch einen Rasenmähroboter? Das ist ein automatischer Rasenmäher, den man einfach auf den Rasen setzt - den Rest erledigt die Maschine ganz alleine. Weil aber in der Bedienungsanleitung steht, dass man den Roboter nicht im Beisein von Kindern oder Haustieren mähen lassen darf, lassen ihn viele Besitzer einfach nachts arbeiten. Das jedoch ist ein großes Problem für Igel und jede Menge anderer nachtaktiver Tiere. Denn zum einen arbeiten die Roboter recht leise und werden daher von manchen Tieren gar nicht als Gefahr wahrgenommen, und falls doch: Igel rollen sich dann zusammen, statt zu fliehen - das ist aber in diesem Fall natürlich die falsche Entscheidung. Igel, Blindschleichen, Amphibien und viele andere Tiere fallen dann den scharfen Messern zum Opfer, werden schwer verletzt oder sogar getötet. 

Auf die Gefahr durch die Roboter hat nun das "Projekt Igel in Bayern" hingewiesen. Bleibt zu hoffen, dass viele Menschen genau überlegen, ob das bisschen Bequemlichkeit wirklich rechtfertigt, dass dafür Tiere getötet werden.

Alles über unseren heimischen Igel, seine Verwandten in aller Welt und über Tiere, die Igeln erstaunlich ähnlich sehen, erfährst Du im Band "Entdecke die Igel".